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26 Juli 2007

Russen wollen Deutsche Bahn

Nach Meldungen des “Handelsblatt” vom 26. Juli 2007 hat die russische Staatsbahn RZD einer Moskauer Zeitung erklärt, daĂź sie sich bei einer Teilprivatisierung der Deutschen Bahn (DB) eine Beteiligung vorstellen könne. Die DB, insbesondere ihr Chef Mehdorn, unterhält seit längerem Kontakte zur RZD. Erst kĂĽrzlich wurde eine Logistikgesellschaft gegrĂĽndet, um eine besseren Nutzung der Transsibirischen Eisenbahn nach Westeuropa zu erreichen.

3 April 2007

Russland will Universal-Satelliten fĂĽr GPS-, Galileo- und Glonass-Navigationssystem

 
SARANSK, 30. März (RIA Novosti). Russland will ein Sende- und Empfangsgerät entwickeln, dass nicht nur mit dem russischen Navigationsystem GLONASS, sondern auch mit dem amerikanischen GPS und dem europäischen Galileo kompatibel ist.„Beim gestrigen Staatsratspräsidium (zum Thema effiziente Nutzung der Ergebnisse der Weltraumindustrie) wurde die Kommerzialisierung des GLONASS sehr aktiv diskutiert. Es ging auch um die Möglichkeit, in Russland Empfänger zu entwickeln, die gleich drei Systeme bedienen können: Das bereits existierende GPS, GLONASS, das ab dem nächsten Jahr in Betrieb sein soll, und das künftige Galileo“, sagte der erste Vizepremier Sergej Iwanow, der sich mit GLONASS befasst, am Freitag.

Das russische globale Navigationssystem GLONASS ist dazu bestimmt, mit kompakten tragbaren Satellitennavigationsgeräten die Lage und Geschwindigkeit von See-, Luft- und Landobjekten sowie von Menschen bis auf einen Meter genau zu bestimmen. Das System soll sowohl militärischen als auch zivilen Benutzern in Russland zugute kommen.

Das Ziel des EU-Programms “Galileo” ist, bis 2008 ein europäisches globales ziviles Satelliten-Navigationssystem zu schaffen.


13 Oktober 2006

Glonass: Konkurrenz fĂĽr GPS und Galileo?

Unter Leitung des Verteidigungs-Ministeriums wird seit Jahren an einem eigenen russischen Satelliten-Navigationssystem gearbeitet. Ab 2007 soll Glonass einsatzfähig sein. (News hierzu finden Sie zukünftig auf www.glonass.info).

Obwohl noch zu Zeiten des Kalten Krieges ursprünglich in erster Linie für militärische Zwecke konzipiert, ist GLONASS (Globalnaja Navigazionnaja Sputnikowaja Sistema) inzwischen auch ausdrücklich für kommerzielle Kunden bestimmt.

Bewahrung der Unabhängigkeit Russlands

Das russische Pendant zum amerikanischen GPS soll im kommenden Jahr endlich zumindest teilweise einsatzfähig sein – noch vor dem europäischen Navigationssystem Galileo. In einer ersten Phase soll zunächst das Territorium Russlands vollständig von Glonass abgedeckt werden. Russische Armee-Spezialeinheiten in Tschetschenien nutzen das System bereits heute. Die Fertigstellung von Glonass wurde inzwischen in den Rang eines eigenständigen Regierungsprogramms erhoben. Offizielle Ziele des Programms sind die „Bewahrung der Unabhängigkeit Russlands im Bereich der Satellitennavigation und eine erhöhte Sicherheit und Effektivität im Verkehrswesen des Landes“.

Alle für ein weltumfassendes Funktionieren von Glonass notwendigen 24 Satelliten sollen bis 2010 ins All geschossen worden sein – auf eine Umlaufbahn in 19.100 Kilometern Höhe. Verteidigungsminister Sergej Iwanow hofft, zumindest einen Teil der Investitionen durch Verkaufe an zivile Nutzer zu kompensieren. „Unser System wird zu 80 Prozent zu nicht-militärischen Zwecken genutzt werden“, hofft Iwanow.

Innerhalb Russlands sollte nur das eigene System verwendet werden, erklärte auch Präsident Wladimir Putin. „Schon heute unterzeichnen Unternehmen und ganze Regionen Verträge mit GPS“, kritisierte der Staatschef.

Dabei bewegen sich die meisten GPS-Nutzer in Russland derzeit sogar auĂźerhalb des Gesetzes. Aus Sorge um die nationale Sicherheit dĂĽrfen nach der geltenden Gesetzgebung nur staatliche Einrichtungen und Unternehmen mit einer speziellen Sondergenehmigung Satellitennavigationssysteme nutzen. Die geografischen Koordinaten von Objekten mit einer Genauigkeit von mehr als 30 Metern gelten in Russland weiter als Staatsgeheimnis. Ein groĂźer Teil der GPS-Systeme, die derzeit im Einsatz sind, wurden ĂĽber die Grenze geschmuggelt.

Einfuhrerlaubnis vom Geheimdienst

Andererseits verkauft Siemens seit Frühjahr 2006 ganz legal Empfänger für Satellitennavigations-Systeme auf dem russischen Markt. Die Positionsangaben werden dabei auf dem Bildschirm nicht exakt sondern mit einer Unschärfe von etwas über 30 Metern widergegeben, um die gesetzlichen Bestimmungen zu erfüllen. „Alle nötigen Genehmigungen vom Verteidigungsministerium und dem Inlandsgeheimdienst FSB für die Einfuhr der Empfänger haben wir erhalten“, teilte die Moskauer Siemens-Vertretung auf Anfrage mit.

Presseberichten zufolge plant die russische Regierung inzwischen die weitgehende Legalisierung der Satellitennavigation – jedoch nur auf Grundlage von Glonass. Als Argument gegen die Verbreitung von GPS dienen den zuständigen Beamten weiter geostrategische Überlegungen: Im Falle von Spannungen mit den USA könnten die Amerikaner die GPS-Nutzung in Russland stark einschränken.

Die ersten Glonass-Satelliten waren bereits 1982 auf eine Erdumlaufbahn gebracht worden. Während des Rüstungswettlaufs mit den USA arbeiteten Wissenschaftler und Ingenieure fieberhaft an einer Antwort auf das amerikanische GPS-System. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem darauf folgenden Wirtschaftschaos liefen die Arbeiten an dem Programm jedoch nur noch auf Sparflamme weiter.

Satelliten vorĂĽbergehend auĂźer Betrieb

Die nötige Zahl von Satelliten für eine Erfassung der gesamten Erde wurde daher nie erreicht. Zudem fielen einige der Glonass-Sputniks wegen technischer Defekte bereits nach kurzer Zeit aus. Von den derzeit im All befindlichen 16 Satelliten waren Ende September sechs „vorübergehend außer Betrieb“.

Das Glonass-System sei eine durchaus ernsthafte Alternative zu GPS, glauben Branchenkenner in Moskau dennoch. Beide System könnten grundsätzlich auch zusammen angewendet werden, und somit den Nutzern noch genauere Daten liefern.

Doch ob die ehrgeizigen Zeitpläne der russischen Führung eingehalten werden können, bleibt fraglich. Die Werke, in denen die modernisierten Satelliten vom Typ Glonass-K angefertigt werden, können die Produktion nicht so stark beschleunigen, wie Raumfahrtagentur und Generalstab sich das wünschen. Auch die Produktion der nötigen Empfangsgeräte läuft erst jetzt zögerlich an.

Auch, wenn Petrodollars wieder Geld in den russischen Staatshaushalt schwemmen, bleibt der Raumfahrtbereich im Vergleich zu Sowjetzeiten unterfinanziert: Die Weltraummacht Russland zehre heute vielfach nur noch an den menschlichen und technischen Reserven der Vergangenheit, empörte sich die Armeezeitung „Krasnaja Swesda“, „aber ewig kann das so nicht weitergehen.“ Im kommenden Jahr sieht der russische Haushaltsplan für 2007 immerhin knapp 350 Millionen EUR für das Glonass-Projekt vor – und damit doppelt so viel wie im laufenden Jahr.

Quelle: (kp/.rufo) / aktuell.ru

Putin lobt Bayern - Staatsbesuch in MĂĽnchen

Im Anschluss an den Petersburger Dialog in Dresden reiste Präsident Putin am 11. Oktober 2006 weiter nach Bayern. In München hatte Putin vor allem Lob für Bayern übrig. Von den 3.500 in Russland tätigen Firmen mit deutschem Kapital komme die Hälfte aus dem Freistaat, sagte er nach einem Treffen mit Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU). Bayern sei darüber hinaus auch Vorreiter bei der regionalen Zusammenarbeit mit der Russischen Föderation.

11 Oktober 2006

Russia plans to launch first flight to the Moon in 2011-2012

MOSCOW - Russia plans to conduct its first manned flight around the Moon in 2011-2012, the president of a leading spacecraft company said on 31st August 2006.

“The Energia Rocket and Space Corporation plans to explore the Moon in three stages: a Soyuz spacecraft flight to the Moon, the construction of a permanent base on the Moon (from 2010 to 2025), and the industrial exploration of space around the Earth’s satellite,” Nikolai Sevastyanov said at the 5th Airspace Congress in the Russian capital. He said the main goals of the lunar exploration would be to conduct astrophysical research from its surface, to transfer environmentally unfriendly industries from the Earth to the Moon, and to extract raw materials, including helium-3, to meet increasing energy demand on the Earth. 

Helium-3 is a rare earth metal, which is abundant on the Moon, and is used in nuclear power reactors as well as being a conductor. It is also used in microchip and related technologies. Russia is planning to use a modernized version of the Soyuz manned spacecraft, the workforce of the Russian space fleet, for the flights to the Moon, Sevastyanov said, adding that the first spacecraft would be ready in 2010. 

The United States is the only country to have put astronauts on the Moon. Neil Armstrong was memorably the first in 1969 and five other missions followed him until the lunar program was wrapped up in 1972. “Energia has started the development of a modernized Soyuz spacecraft,” Sevastyanov said. 

“New digital technologies will be used during the development and operation of the new spacecraft,” he said. “Besides, the new space vehicle will be able to conduct flights not only to the International Space Station, but also to the Moon.” Sevastyanov said the Russian Space Agency and the European Space Agency had already expressed their support for the project and the first modernized Soyuz would be launched in 2010. 

The Energia president said the launches would be conducted both from the Baikonur space center in Kazakhstan and from the Kourou launch site in the French Guiana. Sevastyanov also said the first flight to Mars would be conducted after 2025. The expedition will use the Russian-made Clipper shuttle with a four-man crew and will last two-and-a-half years, he said. 

Source: RIAN. 

Neues Partnerschafts- und Kooperationsabkommen EU-Russland 2007

Im November 2007 endet die Laufzeit des „Partnerschafts- und Kooperationsabkommens“ (PKA) zwischen der EU und der Russischen Förderation. Es lieferte für 10 Jahre den politischen und rechtlichen Rahmen für zwei Partner, die sich rasch weiterentwickelt haben, ohne sie an neuen Initiativen zu hindern.   

Seit 2003 entwickelte sich so die Arbeit an den vier „Gemeinsamen Räumen“, die inzwischen bei den zweimal jährlich stattfindenden EU-Russland-Gipfeln im Vordergrund stehen.Die Diskussion über die Nachfolge des PKA hat längst begonnen. Dabei geht es nicht um irgendein Papier. Es geht darum, wie die häufig zitierte „Strategische Partnerschaft“ zwischen der EU und Russland mit Leben gefüllt werden kann. Russlands weltpolitischer Einfluss wächst, aufbauend auf der Größe, den Energieressourcen und der Erneuerungsfähigkeit des Landes. Die EU als größter gemeinsamer Wirtschaftsraum mit einer gemeinsamen Außenpolitik übernimmt, trotz der ungelösten Probleme mit dem Verfassungsprozess, zunehmend internationale Verantwortung bei der Konfliktlösung und bei Friedensmissionen. 

Gemeinsame Verantwortung zu organisieren – das wird zur wichtigsten Herausforderung für die beiden politisch und ökonomisch gewichtigen Nachbarn werden. Russland wird selbstbewusster, will seine globale Rolle neu definieren und beansprucht einen Dialog auf gleicher Augenhöhe. Die EU will die „Strategische Partnerschaft“ mit Russland ausbauen, beobachtet die innere Entwicklung des Partners mit kritischer Aufmerksamkeit und beharrt darauf, mit Moskau auch über gemeinsame Werte zu sprechen.

Ein tragfähiges Ergebnis der begonnen Arbeit an dem neuen Partnerschafts- und Kooperationsabkommen kann nur entstehen, wenn diese Diskussion nicht allein im engen Spezialistenkreis geleistet wird, sondern unter Beteiligung aller Interessierten in beiden Gesellschaften.

Quelle: www.petersburger-dialog.de  

 

13 Juni 2006

Russland ist Zukunftsmarkt fĂĽr Autos

Russland ist Zukunftsmarkt fĂĽr Autos

Russischer Automarkt in Bewegung

Russland hofft auf Investitionen aus dem Ausland in seinen Automarkt. Es ist erklärtes Ziel der Regierung, Autohersteller und -zulieferer in Russland anzusiedeln. Importierte Autos werden derzeit mit hohen Zöllen belegt.Hersteller wie VW und GM wollen mit den Investitionen neue Wachstumsmärkte auĂźerhalb ihrer weitgehend gesättigten Heimatländer erschlieĂźen. Während VW in Deutschland bislang “nur” SparmaĂźnahmen plant, will GM sogar zahlreiche US-Werke schlieĂźen Russland hat eine Bevölkerung von 144 Mill. Menschen und gerade einmal 147 von 1000 Einwohnern haben ein Auto. In Polen sind es 255.


General Motors plant Autofabrik in Sankt Petersburg
Wenige Wochen nach

Wenige Wochen nach dem Autokonzern VW gab auch der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) den Startschuss fĂĽr eine eigene Fabrik in Russland bekannt.

Das Russische Ministerium fĂĽr Wirtschaftsentwicklung hatte bereits verlautbart, die Unterzeichnung eines Abkommens mit GM stĂĽnde kurz bevor.
Das neue Werk in St. Petersburg ist die erste Fertigungsstätte in Russland, an der GM 100 Prozent halten wird. Bisher betreibt GM ein Joint Venture mit dem russischen Lada-Mutterkonzern Avtovaz. Außerdem lässt das Unternehmen von einem Hersteller in Kaliningrad Autos montieren, deren Teile allerdings außerhalb Russlands vormontiert werden. Auf die bestehenden Kooperationen werde die neue Fabrik keine Auswirkungen haben, hieß es. Nach Informationen aus Branchenkreisen will GM rund 100 Mill. Euro in die Fabrik mit einer angestrebten Jahresproduktion von 25 000 Stück investieren.
2005 wurden über 400.000 neue Importautos in Russland verkauft , 46 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt kauften die Russen im Jahr 2005 1,2 Millionen Autos – das entspricht bereits dem Volumen des spanischen Marktes. Russland verspricht damit höhere Wachstumsraten als Westeuropa und gewinnt für Autobauer an Attraktivität.
Letzten Monat hatte Volkswagen Pläne bekannt gegeben, wonach rund 370 Mill. Euro in eine neue Fertigungsstätte in der russischen Kaluga-Region investiert werden sollen.

Letzten Monat hatte Volkswagen Pläne bekannt gegeben, wonach rund 370 Mill. Euro Der japanische Hersteller Toyota hatte Toyota Toyota hatte bereits im vergangenen Jahr mit dem Bau einer neuen Fabrik bei St. Petersburg begonnen. Auch Nissan kündigte den Bau einer Fertigungsstätte an. Laut Handelsblatt habe dagegen Daimler-Chrysler entsprechende Pläne vorerst auf Eis gelegt, weil der Autobauer mit den russischen Behörden keine Einigkeit über die Konditionen erzielte. Neben der wachsenden Nachfrage nach ausländischen Neuwagen lockt die internationalen Autobauer auch die Aussicht, mit eigenen Produktionsanlagen die hohen Importzölle des Kreml zu vermeiden.